Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften A.21. Brandfördernde Eigenschaften (Flüssige Stoffe)

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    Prüfung gemäß EG A.21. [Verordnung (EG) Nr. 440/2008 Anhang “Teil A: Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften, A.21. Brandfördernde Eigenschaften (Flüssige Stoffe)]

    Oxidierende Flüssigkeiten sind flüssige Stoffe oder Gemische, die, obwohl selbst nicht notwendigerweise brennbar, im Allgemeinen durch die Abgabe von Sauerstoff einen Brand anderer Materialien verursachen oder unterstützen können.

    Dieser Test dient zur Ermittlung der brandfördernden Eigenschaften von flüssigen Stoffen und Zubereitungen als Kriterium zur Bewertung nach sicherheitstechnischen Gesichtspunkten bzw. zur Einstufung in Gefahrenklassen und Verpackungsgruppen im Rahmen einschlägiger Regelwerke, insbesondere nach Verordnung (EG) Nr. 440/2008 Anhang “Teil A: Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften, A.21. Brandfördernde Eigenschaften (Flüssige Stoffe)“

    Der Prüf- und Referenzgegenstand werden im Gewichtsverhältnis 1:1 mit einer definierten brennbaren Substanz (Cellulose) gemischt. Das Gemisch wird ein Druckgefäß gefüllt, in dem sich am unteren Ende eine Heizwendel befindet. Das Druckgefäß wird anschließend mit einer Berstscheibe am oberen Ende verschlossen. Folgend wird die Heizwendel aktiviert und das Zeit-Druck-Profil messtechnisch erfasst. Es wird festgehalten, wie viel Zeit vergeht, bis der Druck von 690 kPa auf 2.070 kPa über atmosphärischem Druck steigt.

    Sowohl für den Prüfgegenstand als auch für den Referenzgegenstand werden die durchschnittlichen Druckanstiegszeiten berechnet.

    Bei der Bewertung der Prüfergebnisse wird Folgendes beachtet:

    • Ob sich das Gemisch von Prüfgegenstand und Cellulose spontan entzündet.
    • Der Vergleich der durchschnittlichen Zeit, bis der Druck von 690 kPa auf 2.070 kPa gestiegen ist, mit der Druckanstiegszeit der Referenzgegenstände.

    Ein Prüfgegenstand wird als brandfördernd beurteilt, wenn:

    • ein Gemisch des Stoffes und der Cellulose mit einem Massenverhältnis von 1:1 spontan in Brand gerät, oder
    • ein Gemisch des Stoffes und der Cellulose mit einem Massenverhältnis von 1:1 eine durchschnittliche Druckanstiegszeit von höchstens der durchschnittlichen Druckanstiegszeit aufweist wie ein Gemisch 65%iger Salpetersäure (w/w) in wässriger Lösung und Cellulose im Massenverhältnis von 1:1.
    Methoden zur Bestimmung der physikalisch-chemischen Eigenschaften A.21. Brandfördernde Eigenschaften (Flüssige Stoffe)

    Abbildung: Versuchsaufbau für den Test gemäß EG A.21.